Warum Torf?

Moore und Torf sind ein viel diskutiertes Thema. In jeder breiten Diskussion gehen Meinungen auseinander, ebenso vermischen sich Fakten und persönliche Ansichten. Auf der Internetseite WARUM-TORF stellt sich der Industrieverband Garten e.V. die Aufgabe, eine objektive Grundlage für eine sachliche Diskussion zu schaffen. Daher finden Sie hier Informationen, Daten und Hintergrundwissen zu den Themen Moore und Torf.

 

www.warum-torf.info

 

Zwei Kernfragen, wollen wir aber an dieser Stelle schon einmal beantworten:

 

Wofür wird Torf eigentlich gebraucht?

Zwei Drittel des in Deutschland eingesetzten Torfes bildet die wichtigste Basis für die Herstellung von hochwertigen Kultursubstraten für den Erwerbsgartenbau. Unser Gemüse-, Obst- und Zierpflanzenbau kommt ohne diese Substrate nicht aus. Rund ein Drittel findet außerdem Verwendung in Pflanzen- und Blumenerden für Deutschlands Hobbygärtner, ein kleiner Teil wird als Badetorf im medizinischen Bereich genutzt.

 

Kann man Torf nicht ersetzen?

Das Produktionsvolumen der Kultursubstrate bundesweit beträgt ca. 9,5 Mio. m3, wovon 8 bis 9 Mio. m3 aus Torf bestehen. Aus Niedersachsen kommen davon mittlerweile
noch ca. 7 Mio. m3 Torf. Andere Bundesländer spielen in der Versorgung fast keine Rolle. Der Rest muss bereits heute aus Importen gedeckt werden.
Es steht für die benötigten 9,5 Mio. m3 Kultursubstrate nur etwa ein Zehntel der Menge als alternative Ausgangsstoffe zur Verfügung. Aufgrund der gerade im Erwerbsgartenbau
hohen Anforderungen an die gleichbleibende Qualität, der gesetzlichen Auflagen und der Konkurrenznutzung der Alternativstoffe (Grüngutkompost für Biogasanlagen, Holzhackschnitzel und Rinde zur thermischen Verwertung) nimmt die Verfügbarkeit ab. Gerade die einseitige Förderung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) führt zu bedrohlichen Engpässen bei der Erzeugung hochwertiger alternativer Stoffe wie z.B. substratfähiger Komposte. Bereits seit Jahrzehnten investiert die Torfindustrie in die
Forschung nach Ersatzstoffen, da sie sich der Endlichkeit der Rohstoffe in Deutschland seit langem bewusst ist. Soweit möglich wird der Rohstoff Torf geschont und seit Jahren durch Alternativstoffe ersetzt. Heute werden bereits in Blumenerden 23 Prozent alternative Stoffe
eingesetzt.

 

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